Jetzt wird es dichter

Diesen Umbruch spüre ich schon seit Monaten. Doch jetzt fühlt es sich an, als würde sich die Schwere noch einmal verdichten – wie ein dunkler, dichter Nebel, durch den wir uns bewegen. Wir versuchen uns zu orientieren, während um uns herum immer mehr von dem bröckelt, was nicht mehr trägt. Doch dieses Bröckeln geschieht nicht nur im Außen. Es geschieht auch in uns.

Um das Bild zu beschreiben, das mir dazu gezeigt wurde, stellt euch eine Nuss vor: außen die Schale und innen der Kern. So ähnlich sah ich die Silhouette eines Menschen. Es war, als wäre der eigentliche Mensch von einer zweiten, menschenförmigen Schale umgeben. Diese Schale begann aufzubrechen und Stück für Stück zu zerbröckeln.

Genau während das geschah, spürte ich die Angst und die Verzweiflung dieses Menschen. Es war wie ein innerlicher Schrei: „Nein! Das gehört zu mir. Warum wird mir das genommen? Ich möchte das nicht.“ Er wehrte sich dagegen, weil er das, was gerade zerbrach, als einen Teil von sich empfand. Doch die Schale zerbröckelte weiter. Das, was gehen sollte, ließ sich nicht mehr festhalten. Und darunter kam der Mensch selbst zum Vorschein. Nicht ein anderer Mensch und nichts Fremdes. Sondern das, was unter all diesen Schichten die ganze Zeit vorhanden war.

Dazu bekam ich den Satz:

„Du übergibst dich dir selbst.“

Im Laufe unserer Erfahrungen tragen wir vieles mit uns. Ängste, Muster, Prägungen, Vorstellungen, Übernommenes und Erlebtes. Für mich gehören dazu auch Erfahrungen über verschiedene Inkarnationen hinweg und Dinge aus unseren Ahnenlinien. All das kann sich Schicht für Schicht um uns legen. Und irgendwann tragen wir es so selbstverständlich mit uns, dass wir glauben, es gehöre zu uns – als wäre es ein Teil von uns selbst.

Auch das, was uns im Außen begegnet, kann etwas in unserem Inneren berühren und sichtbar machen. Es kann uns zeigen, woran wir festhalten, was uns verletzt, was uns fehlt oder was wir für einen Teil von uns gehalten haben. Für mich ist das Außen deshalb auch wie ein Spiegel. Nicht in dem Sinne, dass wir jedes Ereignis selbst verursacht oder gewählt hätten. Sondern weil das, was uns begegnet, in uns etwas auslösen und dadurch etwas sichtbar machen kann.

Gleichzeitig bekam ich die Information, dass wir leichter durch dieses schwere Feld hindurchgehen können, wenn wir nicht mit aller Kraft gegen das ankämpfen, was sich gerade verändert. Mir wurde ein Mensch gezeigt, der sich hinkniete. Für mich war dieses Bild ein Hinweis darauf, wie wir mit diesem Prozess umgehen können. Dazu kam der Satz:

„Das gehört nicht mir.“

Es geht dabei nicht darum, etwas wegzudrücken, sondern zu erkennen, dass nicht alles, was wir in uns tragen und fühlen, tatsächlich zu uns gehört. Wenn wir mit dieser inneren Haltung in den Prozess hineingehen, kann sich etwas verändern. Die Schwere kann leichter werden und auch der Schmerz kann sich möglicherweise lindern. Für mich ist auch das eine Form von Annahme: nicht gegen die Veränderung anzukämpfen, sondern sie geschehen zu lassen.

Vor mir lag dieses große, schwere Feld, durch das wir hindurchgehen. Doch es endet nicht dort. Dahinter sah ich einen Übergang. Menschen bewegten sich bereits weiter, hinein in ein nächstes Feld. Noch weiter zeigte sich ein großes, helles Feld. Dort strömten Informationen ein und begannen sich neu zu ordnen. Es fühlte sich nicht so an, als käme etwas Fremdes zu uns. Vielmehr war es wie ein Erinnern an etwas, das längst in uns vorhanden ist und das wir tief in uns bereits kennen. Ich bin gespannt, was noch kommt.

Zu diesem Umbruch bekam ich die Information, dass er uns durch das gesamte Jahr 2026 und noch ein Stück in das Jahr 2027 hinein begleiten wird. Der Mai 2027 zeigte sich noch einmal besonders dicht. Im Juni verändert sich dieses Gefühl. Da können wir ein Stück aufatmen.

Und trotz all der Schwere bleibt bei mir vor allem eines: Zuversicht. Denn das, was unter all diesen Schichten zum Vorschein kommt, ist nichts Fremdes. Es ist etwas, das die ganze Zeit da war. Und genau hier schließt sich für mich auch der Kreis zu meinem früheren Tagebucheintrag „Die Brücke zwischen meiner Welt und deiner Welt“. Dort habe ich beschrieben, wie ich arbeite und wie Anteile, die zu einem Menschen gehören, wieder ihren Platz finden können. Durch dieses Verbinden kann Heilung entstehen.

Das, was mir jetzt gezeigt wurde, ist für mich eine Fortsetzung davon: Das Eigene kann wieder seinen Platz finden und das, was nicht zu uns gehört, kann sich lösen. Wer diesen Zusammenhang von seinem Anfang her lesen möchte, findet ihn in diesem früheren Tagebucheintrag.

Ich bin FORTUNATA – Übersetzerin der Seele, eine Brücke zwischen Seele und Mensch.

Wenn dich das berührt hat und du wissen möchtest, was bei dir gerade hochkommt — schreib mir oder buche ein kostenloses Erstgespräch.

← Zurück zu Fortunatas Tagebuch