Ich bin Fortunata.
Fortunata — „die Gesegnete". Dieser Name trägt mich, wenn ich in meiner Arbeit bin. Genau das fühle ich, wenn ich mit Menschen sitze, die bereit sind, sich selbst zu begegnen.
Ich lebe in Marktbreit in Bayern, und ich begleite Menschen — vor Ort und online — zurück zu dem, was in ihnen wirklich lebt. Nicht was sie leisten. Nicht was sie darstellen. Sondern was sie sind.
Ich bin keine Therapeutin und das ist Absicht. Ich biete keinen therapeutischen Prozess an, keine Diagnose, keine Behandlung. Ich sitze mit dir — und ich begleite. Das ist etwas anderes. Etwas, das Raum braucht statt Methode.
Mein Weg zu dieser Arbeit war kein gerader. Er kam leise — so wie die meisten wirklich wichtigen Dinge kommen.
Wie es begann
Vor einigen Jahren saß ich an meinem Schreibtisch — wie so oft. Vor mir standen meine alten Schachfiguren. Ich hatte sie nie wirklich weggeräumt, aber ich hatte sie auch nie wirklich angeschaut. An diesem Abend tat ich es.
Ich nahm eine Figur in die Hand. Und plötzlich wusste ich, wer sie war. Nicht im Schach. Sondern in meinem Leben. In meiner Familie. In mir.
Das war der Moment, in dem ich verstand, dass diese Figuren sprechen können — wenn man ihnen erlaubt, Stellvertreter zu sein. Nicht für Spielzüge, sondern für Menschen, Gefühle, Beziehungen. Für das, was in einem System lebt, ohne je ausgesprochen worden zu sein.
Ich habe diese Methode seitdem verfeinert, gelebt und mit vielen Menschen geteilt. Die Schachfiguren wurden zu meiner besonderen Sprache. Zu meinem Werkzeug. Zu dem, womit ich Dinge sichtbar mache, die sich dem Verstand entziehen.
Aus diesem Abend wurde Fortunata.
Fortunata — eine innere Begegnung
Es war an einem Nachmittag. Ich war erschöpft, erkältet, und habe mich auf die Terrasse gelegt. Augen zu. Einfach in mich hineinhorchen.
In diesem Zustand habe ich mich innerlich in einem Raum gesehen — sehr klar, sehr wirklich, und doch jenseits des Gewohnten.
Dort waren drei Anteile von mir gleichzeitig präsent.
Die Müdigkeit und die Traurigkeit. Der erschöpfte, schwere Zustand. Das Menschliche in mir, das Raum brauchte.
Reines Licht. Stark, klar, lebendig und voller Energie. Nicht außerhalb von mir — sondern als Teil von mir. Das Spirituelle, das Lichtvolle. Sie hat mir in diesem Moment sehr klar vermittelt: Diese Fähigkeit, diese Gabe — das ist ihr Ziel. Das hat sie sich vom Ursprung aus vorgenommen.
Eine männliche, tragende Kraft. Mein Nachname als Anteil, der mir sagte: „Ich trage euch. Ich halte euch. Ich bin eure Stärke. Wo immer ihr hingeht — ich bin bei euch."
Von Fortunata aus bin ich weitergegangen — in etwas, das ich nur als Ursprung beschreiben kann. Dort war ein Licht, das alles war: Ruhe, Frieden, Stille, Liebe, Fülle. Alles gleichzeitig.
Und die Erkenntnis, die dabei ganz klar war: Alles, wonach wir suchen, tragen wir bereits in uns.
Das wissen wir im Grunde. Aber wir Menschen brauchen das Erleben — immer wieder — um es wirklich zu fühlen. Genau dafür bin ich da.
Wie ich arbeite
Seelenbegleitung & Innere Anteile
Wir folgen dem Gefühl — nicht dem Gedanken. In Einzel-Sitzungen gehen wir dorthin, wo etwas in dir auf Antwort wartet. Ich leite dich nicht. Ich begleite.
Familienaufstellung mit Schachfiguren
Meine Signatur-Methode. Schachfiguren werden zu stillen Stellvertretern deines Systems — Familie, Beziehungen, innere Anteile. Was Sprache nicht erfassen kann, zeigt die Aufstellung.
Systemische Aufstellung
Systemische Arbeit sieht, dass kein Mensch allein ist. Wir tragen unsere Herkunft, unsere Prägungen, unsere Beziehungen in uns. In der Aufstellung wird das sichtbar — und heilbar.
Workshop
Ein ganzer Tag, in Gruppen oder allein: „Zurück zu deinen Wurzeln." Vier Blöcke, tief, strukturiert — und doch so offen, wie du es brauchst.
Ein Erlebnis, das mich selbst sprachlos machte
Während einer Aufstellung bekam ich Bilder aus einer anderen Ebene. Als Erstes nahm ich einen Mann wahr. Gleichzeitig sah ich hohe Fenster und eine Umgebung, die auf mich wie eine alte Kirche oder ein Kloster wirkte. Es fühlte sich nicht wie die heutige Zeit an. Ich hatte das Gefühl, eine Szene aus einer ganz anderen Zeit zu beobachten.
Ich sah den Mann vor einem alten Schreibtisch stehen. In meinem Bild hatte dieser Schreibtisch drei Schubladen. Ich beobachtete, wie er einmal die mittlere Schublade öffnete. Gleichzeitig bekam ich immer wieder die Information: „Schlüssel".
Ich berichtete der Klientin genau das, was ich sah — den Mann, den Schreibtisch mit drei Schubladen und die mittlere Schublade sowie die Information „Schlüssel". Die Klientin erzählte mir daraufhin, dass bei ihr zu Hause ein alter Schreibtisch ihres Freundes steht. Sie war jedoch überzeugt, dass dieser nur zwei Schubladen habe. Ich sagte ihr, dass ich nur das weitergeben kann, was ich sehe. In meinem Bild waren es drei Schubladen. Weder die Klientin noch ich konnten in diesem Moment etwas damit anfangen.
Einige Stunden später erhielt ich eine Nachricht von der Klientin. Sie hatte den Schreibtisch ihres Freundes noch einmal genauer angesehen und festgestellt, dass dieser tatsächlich drei Schubladen hatte. Und genau in der mittleren Schublade fand sie ein altes Gebetsbuch — und einen alten Schlüssel. Besonders faszinierend fand ich dabei, dass ich während der Aufstellung Bilder einer alten Kirche oder eines Klosters wahrgenommen hatte. Solche Erlebnisse faszinieren mich immer wieder, weil sie zeigen, dass sich Zusammenhänge oft erst später erschließen.
— Fortunata