Oft hören wir: „Du musst das machen.“ Oder wir sagen zu uns selbst: „Ich muss das schaffen.“ Das Wort „müssen“ kann Druck erzeugen. Es klingt, als gäbe es keinen Raum mehr für die eigene Entscheidung. Doch nicht jedes „Müssen“ ist wirklich ein Müssen.
Wir dürfen. Wir können. Wir möchten. Wir sollten. Wir können uns entscheiden. „Du musst“ kann sich wie Zwang anfühlen. „Du darfst“ öffnet einen Raum. Es geht nicht darum, Verantwortung oder notwendige Aufgaben zu verleugnen. Es geht darum, bewusster zu unterscheiden: Was ist wirklich unumgänglich? Was ist eine Entscheidung? Was tue ich aus Angst, Gewohnheit oder dem Druck anderer?
Wir dürfen keinen Menschen zwingen, einen Weg zu gehen, den er selbst nicht gewählt hat. Begleitung bedeutet nicht: „Du musst.“ Begleitung kann heißen: „Du darfst hinschauen. Du kannst entscheiden. Du bestimmst den nächsten Schritt.“
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