Wenn ich Kinder beobachte, nehme ich etwas sehr Ursprüngliches wahr. Sie begegnen dem Leben mit einer Offenheit, Natürlichkeit und Lebendigkeit, die noch nicht so stark von Vorstellungen darüber geprägt ist, wie man sein sollte. Kinder zeigen ihre Gefühle oft unmittelbar. Sie können im einen Moment traurig oder wütend sein und kurze Zeit später wieder lachen, spielen und ganz im Augenblick sein. Für mich liegt darin eine besondere Reinheit – nicht im Sinne von vollkommen oder immer glücklich, sondern in der unmittelbaren Verbindung mit dem, was gerade da ist.
In dieser Natürlichkeit liegt für mich etwas, das wir als Erwachsene manchmal verlieren. Wir beginnen zu bewerten, uns anzupassen, Gefühle festzuhalten oder darüber nachzudenken, wie wir auf andere wirken. Wenn ich Kinder wahrnehme, erinnert mich das daran, wie selbstverständlich es einmal war, einfach zu fühlen, zu entdecken, zu staunen und im Moment zu sein.
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